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Nierenentnahme beim Lebendspender

Sind beide Nieren gleichwertig, wird wegen der dort längeren Vene meistens die linke Niere bevorzugt. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Verfahren, eine Niere zur Transplantation zu entnehmen:

  • extraperitoneal durch einen Flankenschnitt
  • transperitoneal durch einen Bauchschnitt
  • minimal-invasiv durch ein laparoskopisch-endoskopisches Verfahren

Welches Verfahren für den Spender verwendet wird, richtet sich nach dem medizinischen Befund. Im Anschluss wird die am häufigsten verwendete extraperitoneale Entnahme der Niere beschrieben:

Extraperitoneale Entnahme einer Spenderniere
Die Entfernung der Niere erfolgt meist über einen circa 14 bis 20 cm langen, seitlichen Schnitt. Die Niere wird aus ihrer Fettkapsel herausgelöst und der Harnleiter und die Gefäße werden präpariert. Nach kompletter Darstellung wird der Harnleiter circa 12 cm unterhalb der Niere durchtrennt.

Gefäße werden abgeklemmt und ebenfalls durchtrennt. Anschließend wird das Transplantat geborgen und mit einer Konservierungslösung gespült; die Gefäße werden präpariert. Bis zur Transplantation wird das Organ bei 4°C kühl gelagert. Aufgrund der anatomischen Lage der Nieren – sie liegen teilweise hinter dem Rippenbogen – müssen bei der Entnahme oftmals Wundspreizer verwendet werden. Dies führt dazu, dass die Nierenspender postoperativ in der Regel mehr Schmerzen haben als die Empfänger. Durch den Einsatz moderner, potenter Schmerzmittel kann die Frühphase nach der Organentnahme jedoch meistens schmerzfrei gehalten werden. In manchen Transplantationszentren kann die Spenderniere bei entsprechender Eignung auch “minimal-invasiv” (laparoskopisch) über einige kleine Schnitte entfernt werden. Die Schmerzen und Gefahren einer postoperativen Infektion sind bei diesem Verfahren deutlich geringer. Nach der Operation muss die Muskulatur narbig verheilen. Für den Spender kann mit einem durchschnittlichen Krankenhausaufenthalt von sieben bis zehn Tagen gerechnet werden.

Die Arbeitsfähigkeit ist nach einer Lebendnierenspende, abhängig von der beruflichen und körperlichen Beanspruchung, nach ein bis drei Monaten wiederhergestellt. Organspender, die einer Bürotätigkeit nachgehen, können bereits nach vier bis sechs Wochen wieder arbeiten.