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Lebendspende? Leben spenden? Was bedeutet Lebendspende?
Welche medizinischen und ethischen Konsequenzen hat die Lebendspende einer Niere für den Spender und auch den Empfänger?
Und welche Aufgabe hat die Stiftung Lebendspende?

Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in ihrem Jahresbericht 2011 bekannt gab, warten in Deutschland etwa 12.000 schwerkranke Patienten auf ein neues Organ. Dem gegenüber steht die Zahl von insgesamt 4.932 Transplantationen im Jahre 2011, davon 1.199 Leber- und 2.850 Nierentransplantationen.

Mit der insgesamt niedrigen Organspendebereitschaft in der Bundesrepublik kommt der Lebendspende eine immer größere Bedeutung zu. Im Jahre 2011 waren 5,9 % (71) der transplantierten Lebern Teillebertransplantationen nach Lebendspenden. 27,9 % (795) der transplantierten Nieren waren Lebendspenden und die Tendenz ist steigend.

Nach der Transplantation wird der Empfänger einer Lebendorganspende in ein engmaschiges Nachsorgeprogramm aufgenommen. Der Lebendspender hingegen ist nicht so gut versorgt.

Wir wollen Standards setzen

Das primäre Ziel der Stiftung ist es, die optimale Nachsorge für den Lebendspender zu gewährleisten. Denn in der Bundesrepublik Deutschland gibt es derzeit noch kein standardisiertes Nachsorgeprogramm für Lebendspender.

Im Deutschen Transplantationsgesetz (TPG) von 1997 heißt es: “(…) Die Entnahme von Organen bei einem Lebenden darf erst durchgeführt werden, nachdem sich der Organspender und der Organempfänger zur Teilnahme an einer ärztlich empfohlenen Nachbetreuung bereit erklärt haben. (…)” In welchem Rahmen sich die Nachsorge bewegt, bleibt offen, sowohl medizinisch als auch finanziell.

Wer tritt ein, wenn der Organspender tatsächlich an den Folgen seiner Spende erkrankt? Übernimmt die Krankenkasse des Empfängers oder die des Spenders die Kosten für notwendige Behandlungen? Wie sieht es mit Erwerbsunfähigkeit aus? Ist hier die Krankenkasse des Empfängers oder die des Spenders in der Pflicht?

Dies sind Fragen, die das oben zitierte Transplantationsgesetz offen lässt. Die Stiftung Lebendspende sieht sich hier in der Pflicht, Standards zu setzen. Unser Werkzeug ist das Lebendspenderegister, das Sie unter dem Kapitel Nachsorge des Lebendspenders besprochen finden.

Mit den nachstehenden Informationen zur Nierenlebendspende möchten wir betroffenen und interessierten Lesern einen Überblick über die Lebendspende in Deutschland geben:
Welche medizinischen und ethischen Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um eine Lebendnierenspende leisten zu können?
Welche Risiken geht der Spender ein?
Kann es zu gesundheitlichen Folgeschäden beim Spender kommen?
Wie ist der Lebendspender versicherungsrechtlich abgesichert?
Wie hilft die Stiftung Lebendspende bei der Nachbetreuung des Lebendspenders?

Das Kuratorium der Stiftung Lebendspende

Gegründet wurde die Stiftung Lebendspende als gemeinnützige Stiftung im April 2002 von der Deutschen Transplantationsgesellschaft, Hannover.
Für das Kuratorium der Stiftung Lebendspende konnten Prof. Dr. med. Heide Sperschneider, Jena und Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Heemann, München gewonnen werden. Frau Prof. Sperschneider leitet ein Dialysezentrum in Jena, Prof. Heemann leitet am Klinikum rechts der Isar die Abteilung für Nephrologie. Er ist Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer und des Boards von Eurotransplant sowie Vorsitzender des Eurotransplant Kidney Advisory Committees und der Nierenkommission der Deutschen Transplantationsgesellschaft. Er war außerdem bis 2010 Präsident der Deutschen Transplantationsgesellschaft.

Beide setzen sich seit vielen Jahren klinisch und wissenschaftlich mit dem Thema Lebendspende auseinander.